Post Title: [Veranstaltungsreihe] Arbeitskämpfe in Serbien Auf der Suche nach Alternativen zur neoliberalen Weltordnung Veranstaltet vom Komitee "Solidarität mit den Arbeitskämpfen in eXYugo" Seit Beginn der 90er Jahre erleben die Menschen in Serbien zuerst durch Krieg und Embargo und anschließend durch die neoliberale und neokoloniale Privatisierungspolitik eine beispiellose Deindustrialisierung des Landes und damit die Vernichtung der Existenzgrundlage unzähliger ArbeiterInnen. Bereits 2007, nach einer Welle von Auseinandersetzungen, endete der Kampf der Belegschaft des pharmazeutischen Betriebes „Jugoremedija“ in Zrenjanin als einer der wenigen Kämpfe erfolgreich. Nach der Besetzung des Betriebs und der Errichtung der Selbstverwaltung ging die Belegschaftsvertetung im Jahr 2009 im Zuge der weltweiten Verschärfung der Wirtschaftskrise daran, den Aufbau einer neuen, unabhängigen ArbeiterInnenbewegung mitzugestalten. Jugoremedija ist Teil des „Koordinationskomitees für den ArbeiterInnen- widerstand in Serbien“, dem derzeit noch weitere sieben zum Teil im Streik stehende Betriebe angehören. 2009 begannen eine Unzahl von ArbeiterInnen- kollektiven selbstermächtigt um ihre Rechte zu kämpfen. Der Kampf der 1523 Mitglieder des „TextilarbeiterInnenverbandes des Textilkombinats RASKA“ in Novi Pazar ist dabei wohl der über die Landesgrenzen hinaus bekannteste. Nach erfolglosen (Hunger-) streiks und der Selbstverstümmelungsaktion ihres Vorsitzenden - er schnitt sich den kleinen Finger ab - heißt seither eine der Parolen von kämpfenden Kollektiven: „Serbien mit dem kleinen Finger bewegen“. Was bewegt die ArbeiterInnen in ehemaliges Jugoslawien zu drastischen Kampfmaßnahmen? Welche sind die Sorgen und Hoffnungen vor Ort? Was brauchen sie und womit und wie können wir im Westen zu ihrem Kampf - der auch unserer ist- einen solidarischen Beitrag leisten? ReferentInnen: Zoran Bulatovic: Vorsitzender der „Vereinigung der TextilarbeiterInnen von Novi Pazar, Sjenica und Tutin“, 50 Jahre, war von 1985 – 1993 beim Textilkombinat RASKA beschäftigt. Schnitt sich im Zuge eines Arbeitskampfes 2009 den kleinen Finger ab. Senada Rebronja: Stellvertretende Vorsitzende der „Vereinigung der TextilarbeiterInnen von Novi Pazar, Sjenica und Tutin“. 46 Jahre, alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Senada arbeitete 25 Jahre bei RASKA. Branislav Markuš: 46 Jahre, Arbeiter in der pharmazeutischen Fabrik „Jugoromedija“ in Zrenjanin (Vojvodina). Aktivist im „Koordinationskomitee für den ArbeiterInnenwiderstand in Serbien“ Termine: 28.02.2010 in Wien im Restaurant Lazar, 1150, Vogelweidplatz 4, 16.00 Uhr 02.03.2010 in Berlin im Haus der Demokratie, Greifswalderstr.4, 19.00 Uhr 03.03.2010 in Hamburg im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15, Hofdurchgang, 18.30 Uhr 04.03.2010 in Bremen im Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34, 19.00 Uhr 05.03.2010 in Zürich im Volkshaus, Grüner Saal, 19.00 Uhr 06.03.2010 in Bellinzona/Tessin anläßlich des 2.Jahrestages des Besetzungsstreiks Besetzungsstreik bei Officina 08.03.2010 in Wien im Ega, 1060 Wien, Windmühlgasse 26, 19 :00 Uhr Kontakt: Solidarität mit den Arbeitskämpfen in eXYugo. Stiftgasse 8 1070 Wien solikomitee_eXYugo@gmx.at POKRET za SLOBODU - Freedom Fight http://www.pokret.net This page generation was powered by www.openasthra.com 07.17.2018 05:39pm EST [Veranstaltungsreihe] Arbeitskämpfe in Serbien

[Veranstaltungsreihe] Arbeitskämpfe in Serbien




   

Auf der Suche nach Alternativen zur neoliberalen Weltordnung

Veranstaltet vom Komitee “Solidarität mit den Arbeitskämpfen in eXYugo”

Seit Beginn der 90er Jahre erleben die Menschen in Serbien zuerst durch Krieg und Embargo und anschließend durch die neoliberale und neokoloniale Privatisierungspolitik eine beispiellose Deindustrialisierung des Landes und damit die Vernichtung der Existenzgrundlage unzähliger ArbeiterInnen.

Bereits 2007, nach einer Welle von Auseinandersetzungen, endete der Kampf der Belegschaft des pharmazeutischen Betriebes „Jugoremedija“ in Zrenjanin als einer der wenigen Kämpfe erfolgreich. Nach der Besetzung des Betriebs und der Errichtung der Selbstverwaltung ging die Belegschaftsvertetung im Jahr 2009 im Zuge der weltweiten Verschärfung der Wirtschaftskrise daran, den Aufbau einer neuen, unabhängigen ArbeiterInnenbewegung mitzugestalten.

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Jugoremedija ist Teil des „Koordinationskomitees für den ArbeiterInnen- widerstand in Serbien“, dem derzeit noch weitere sieben zum Teil im Streik stehende Betriebe angehören. 2009 begannen eine Unzahl von ArbeiterInnen- kollektiven selbstermächtigt um ihre Rechte zu kämpfen. Der Kampf der 1523 Mitglieder des „TextilarbeiterInnenverbandes des Textilkombinats RASKA“ in Novi Pazar ist dabei wohl der über die Landesgrenzen hinaus bekannteste. Nach erfolglosen (Hunger-) streiks und der Selbstverstümmelungsaktion ihres Vorsitzenden – er schnitt sich den kleinen Finger ab – heißt seither eine der Parolen von kämpfenden Kollektiven: „Serbien mit dem kleinen Finger bewegen“.

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Was bewegt die ArbeiterInnen in ehemaliges Jugoslawien zu drastischen Kampfmaßnahmen? Welche sind die Sorgen und Hoffnungen vor Ort? Was brauchen sie und womit und wie können wir im Westen zu ihrem Kampf – der auch unserer ist- einen solidarischen Beitrag leisten?

ReferentInnen:

Zoran Bulatovic: Vorsitzender der „Vereinigung der
TextilarbeiterInnen von Novi Pazar, Sjenica und Tutin“,
50 Jahre, war von 1985 – 1993 beim Textilkombinat
RASKA beschäftigt. Schnitt sich im Zuge eines
Arbeitskampfes 2009 den kleinen Finger ab.

Senada Rebronja: Stellvertretende Vorsitzende der
„Vereinigung der TextilarbeiterInnen von Novi Pazar,
Sjenica und Tutin“. 46 Jahre, alleinerziehende Mutter
von drei Kindern. Senada arbeitete 25 Jahre bei
RASKA.

Branislav Markuš: 46 Jahre, Arbeiter in der pharmazeutischen
Fabrik „Jugoromedija“ in Zrenjanin
(Vojvodina). Aktivist im „Koordinationskomitee für
den ArbeiterInnenwiderstand in Serbien“

Termine:

28.02.2010 in Wien
im Restaurant Lazar, 1150, Vogelweidplatz 4, 16.00 Uhr
02.03.2010 in Berlin
im Haus der Demokratie, Greifswalderstr.4, 19.00 Uhr
03.03.2010 in Hamburg
im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15, Hofdurchgang, 18.30 Uhr
04.03.2010 in Bremen
im Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34, 19.00 Uhr
05.03.2010 in Zürich
im Volkshaus, Grüner Saal, 19.00 Uhr
06.03.2010 in Bellinzona/Tessin
anläßlich des 2.Jahrestages des Besetzungsstreiks
Besetzungsstreik bei Officina
08.03.2010 in Wien
im Ega, 1060 Wien, Windmühlgasse 26, 19 :00 Uhr

Kontakt:

Solidarität mit den Arbeitskämpfen in eXYugo.
Stiftgasse 8
1070 Wien
solikomitee_eXYugo@gmx.at

POKRET za SLOBODU – Freedom Fight
http://www.pokret.net

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